study

New York & die Hauptstadt

Saturday, October 16th, 2010 | study, travel | 1 Comment

Dies ist übrigens ein brutalst verspäteter Nachtrag, der Abschluss des Studiums und die herbstlichen Schönwetterperioden forderten ihren Zoll. Aber nun, als akribischer Fan von Vollständigkeit, hier der letzte Abschnitt meines USA-Aufenthaltes 2010. Für die Großenkel, irgendwann dann mal. Jaja, man muss vorausdenken und an die Langlebigkeit von Webservern glauben.

 

New York

Weil es letztes Jahr so lustig war. Ich erbat wieder Herberg’ bei meinen getreuen russischen Freunden in Manhatten. Dieses Jahr war, neben der viel zu stressigen Stadt, auch mal Upstate New York angesagt. Der geplante Klettertrip in die Gunks wurde mangels Cams, Stoppers und einem Seil in einen Wandertrip umdisponiert. Doch zur Belohnung gab’s einen kristallklaren See. Schöne Natur unweit der Betonhölle, kaum zu glauben.

 

Washington, D.C.

Die Hauptstadt. The Capitol. Runter mit dem Bus, Juli, gefühlte 40°. Und dann muss man natürlich die ganzen tollen Museen und Sehenswürdigkeiten besuchen, es bietet sich eben an. Sind doch auch ganz unterhaltsame Dinge dabei. Doch was Washington D.C. wirklich auszeichnet, ist die schier überwältigende Auswahl an Motiven für meine Lieblingsbeschäftigung: Fremde Leute beim porträtieren zu porträtieren. Great. Außerdem gehört noch die überwältigende Freundlichkeit meines Couchsurfers James erwähnt, der mir den Glauben an die Gutheit der Spezies homo sapiens wieder näher brachte.

Two and a half Dogs

Thursday, May 6th, 2010 | general, study | 2 Comments

Dieses Jahr wohne ich also “off-campus”. Dies ist vom Blickwinkel der Erwachsenheit ein großer Vorteil. Ich darf jetzt sogar Bier auf meinem Zimmer lagern und eine Kerze anzünden. Solch neuen Freiheiten sind herrlich. Rick hat neben seinen drei Hunden also noch einen vierten (und ganz wilden) adoptiert und lässt mich bei sich im Haus wohnen. Turned out, dass wir hier in einem sehr noblen Viertel von Oh!maha hausen und der Pool im Garten wird bestimmt auch noch seine Vorteile zollen.
Nachdem die ersten Wochen im Zeichen des “Oh my God! Can’t believe you’re back!”-Bieres standen kehrt jetzt so langsam Alltag ein. Amerikanischer Alltag. Ertappe mich immer öfter beim artikulieren der Phrase “Who are you doing’?”. Erschreckend. Ansonsten wird an der Diplomarbeit und den SILOs (Details folgen!) gebastelt. Ein Fahrrad habe ich nun auch (wieder) – Nummer Eins wurde mir nach rekordverdächtigen zehn Minuten vor dem Supermarkt geklaut. Zehn Minuten, erster Tag, Rad weg. Man glaubt es kaum …

Ich mag Hunde ja gern, aber … drei … wie lästig müssen denn erst Kinder sein? Und immer diese mitleidvollen Augen, sobald man etwas (auch vollkommen egal was) isst. Ach. Vor allem denen von Grace, dem Golden Retriever (mein Liebling, weil ständig komplett stoned wirkend) ist schwer standzuhalten (vergleiche hierzu Abbildung 4). Aber vielleicht gewöhnt man sich an das Gebelle in der Früh ja so wie an den Zug, der seit Jahren am Haus vorbeifährt. Nur werde ich wahrscheinlich wieder abreisen, sobald es soweit ist.
“Och Mensch, der hat vielleicht Sorgen!”, werden nun einige einwerfen. Ja, das ist richtig, und deshalb hier das Fazit: Alles GUT! Abgesehen vom Dollarkurs.

Colorado Rocks

Friday, April 23rd, 2010 | climbing, study, travel | 2 Comments

Der Jetlag war also gerade überstanden, da hieß es gleich wieder “auf in eine andere Zeitzone”, Mountain Time (Zone)! Vier Tage Colorado und jede Menge Abenteuer in den Rockies standen an. Abfahrt also Donnerstag Nachmittag, Ankunft gewohnter Weise Freitag, 3 a.m. In der Ferne hörte man noch vereinzelte Studenten feiern, doch wir gönnten uns ein paar wohlverdiente Stunden Schönheitsschlaf im Auto (brrr …). Multiple Kaffees am nächsten Früh-Morgen sorgten dann für die nötige Motivation, die imposanten Flatirons vor Boulder im trad-Style durchzuklettern. Hätte man auch durchaus solo machen können … ach, das nächste Mal.

Gegen Abend noch etwas Sportklettern um uns richtig hungrig zu machen und dann auf zu Paul’s. Dort war dann Treffpunkt mit den anderen Dudes, das Fleisch (orcanic!) saftig und der Wein vorzüglich. Irgendwann fanden dann doch alle (zehn Leute!) ihren Schlafplatz am Parkettboden. Nächster Tag Sportklettern & Bouldern in Flagstaff, super Stein. Gleiches Programm dann wieder am Abend, daran gab’s auch wirklich nichts auszusetzen. Am Sonntag war uns dann endlich die Sonne Freund und es ging ab in den berühmt-berüchtigten Eldorado Canyon, wo wir die zwei trad-super-classics Yellowspur & Greenspur punkten konnten. Zitter. Sonntag, um unsere Finger vollends zu zerstören, zum Ausklang eine Bouldersession in der geliebten Sonne. Und ja, neun Stunden Rückfahrt.

Fett.

Monday, April 12th, 2010 | study, travel | No Comments

So, da wären wir mal wieder, in Omaha. Irgendwie hat mich niemand vor dem rapiden und unerwarteten Sommereinbruch gewarnt, von Schnee in München direkt zu 28° in Omaha. Nice. Außerdem, be aware, nach 27 Stunden ohne Schlaf kann ein Bier ganz schön weh tun.

Was mir dieses Mal, sei es Zufall oder schärfere Wahrnehmung, aufgefallen ist: Es gibt wirklich verdammt viele dicke Leute. Überall, allerdings auch kaum zu übersehen. Das mag jetzt vielleicht diskriminierend oder menschenverachtend sein, egal, die Wahrheit, und die gehört einfach mal gesagt.

Morgen werde ich von meiner temporären Unterkunft in den Dorms in meine längerfristig-temporäre, zu Rick’s, ziehen. Und, oh ja, klein ist die Welt: Als wir nach meiner Ankunft noch des Durstes wegen schnell in eine random-bar ein Bier trinken gingen, saßen da doch glatt Rick, Justin, Chris und Nicole zu Tisch. Zufällig, gleiche Bar, gleiche Zeit (Sonntag Abend!). Ich: “Man, Omaha’s really small.” Justin: “Well yes, but usually not THAT small.”

Als ich letztes Jahr hier landete, roch es stark nach Neuem, nach Abenteuer. Jetzt irgendwie mehr nach ‘zu Hause’.  Good times coming up!

Mach dich auf.

Monday, April 5th, 2010 | study, travel | No Comments

Wiedermal. In die Staaten. Achherrje …

Hilft alles nichts, Visum im Sack, nächsten Sonntag geht’s los. Dies bedeutet natürlich gleichzeitig eine erfrischende Wiederbelebung meines geliebten Blogs hier (wenn man zu Hause ist, ist Blog schreiben doch wirklich was für Spacken [welch Wort!]).

Und natürlich freue ich mich wieder auf zahlreiche, von Neid durchsetzte Kommentare.

Couchsurf Chicago

Friday, April 24th, 2009 | climbing, study, travel | 2 Comments

Folgend die Ereignisse der letzten Wochen(enden). Zuerst mal war da Chi-Town (als nunmehriger Insider und Kenner darf ich diesen Begriff nun legitim verwenden). Chi-Town war sehr aufregend, Auto gemietet und hingedüst, mit ralleyweltmeisterlichen Navigationskünsten auch gleich fehlerfrei zu unserer Couch gefunden.

test

Morten, Dani & Couchsurf Guy

Es war meine erste Couchsurfing Erfahrung, allerdings sicher nicht die letzte. Alles positive, was man so hört, hat sich auch gleich bewahrheitet; Angekommen, prompt den Wohnungsschlüssel in die Hand bekommen und am nächsten Tag eine interessante Stadtführung. An den Abenden gabs das Chi-Nightlife und lokale Klein-Bands zu erkunden (Bars tatsächlich bis 4 a.m. geöffnet!), unter Tags die Stadt selber.

05_chicago-bean1

Chicago bei Nacht

Am drauf folgendes Wochenende gings für mich zum dritten Mal in Folge nach Illinois – diesmal wieder in sportlicher Mission. Die Jackson Falls zeigten sich im malerischen, frühlingshaften Gewand, das Wetter war zwei Tage perfekt und die Motivation groß. Geklettert wurde bis zum Muskelkater und die Hot Dogs schmeckten knackig wie eh und je. Am Sonntag wurden wir in der Nacht allerdings von Regen überrascht und mussten am Morgen triefnass und verdreckt unsere Zelte abbrechen.

Die letzten Sonnenstrahlen

Die Rückfahrt stellte sich dann als sehr spannend heraus; Zuerst zum wiederholten Male beim “Speeding” erwischt, +17 mph = normal > 100$. Stellte ich allerdings heraus, dass unser Cop ein Kletterer war und wir bekamen (wohl wirklich nur deshalb) ein “verbal warning”. Puh, weiter gehts, Sushi Pause unterwegs und dann: Auf fast leerer Autobahn werden wir plötzlich aggressivst (und definitiv mit Absicht, weil kein Grund vorhanden) von einem monströsen Cadillac rechtlings geschnitten, arschknapp wars. So geht’s doch nun wirklich nicht, dachten wir, schlossen auf wieder auf und machten unserem Ärger gestikulär Luft. Worauf hin dieser Unmensch abbremst, wir kommen näher, und plötzlich: Vollbremsung auf der speed lane des Highways, Stillstand. Wir konnten natürlich nicht mehr rechtzeitig bremsen, Endresultat:

p10008416

Biatch!

15 Sekunden voll Unbegreifen und einfach nur “wtf?!”, schon mit allem rechnend, dann: Vollgas weg, die Sau. Kein Nummernschild. James: “Thats why I fucking hate people.” 100% agree.

Facebook my Life

Thursday, April 9th, 2009 | study | 8 Comments

Seit meiner Ankunft den den USA schweben mir durch etliche Beobachtungen hervorgerufene Fragmente und Gedanken im Kopf herum, die ich seit langem in einen Artikel über die unbegreifliche ich-muss-mein-Leben-zur-Schau-stellen-denn-es-ist-ja-dermaßen-interessant-Sucht der Nordamerikaner niederschreiben wollte. Inzwischen ist allerdings schon einige Zeit vergangen und ich musste letztens bei einer kritischen Selbstreflektion entsetzt feststellen, dass ich mittlerweile äquivalenter Teil des Wahnsinns bin.

Fühle mich deshalb nicht mehr berechtigt, kritisierende Worte darüber zu verlieren. Soll bitte wer anderer machen. Facebook my life.

Connect